Hallo meine Lieben,
Im Januar kam wie vor zwei Jahren auch, eine Gruppe von Schülern aus meiner alten Schule nach Israel. Begleitet von drei Lehrern und unserem Direktor besichtigen sie das Land und im Vordergrund steht das Zusammentreffen mit einer Schule in Haifa.
Ich hatte in meinem letzten Schuljahr meinen Direktor angesprochen und gesagt, dass ich ein Jahr in Israel verbringen werde. Wir haben E-Mail Adressen ausgetauscht. Ich hatte diesen Ausflug, durch die viele Arbeit und die Eindrücke ein wenig vergessen. Aus diesem Grund kam seine E-Mail für mich überraschend. Ich habe mich aber sehr gefreut ein paar Lehrer und Schüler wiederzusehen.
Ich bin am Morgen losgelaufen und musste mich richtig hetzen, weil ich meine Tasche nur halb gepackt und meinen Wecker zu spät gehört hatte. Den Bus in Afula habe ich noch rechtzeitig bekommen und war dementsprechend auch halb pünktlich da.
Eigentlich war es geplant, dass die Gruppe das Kfar besichtigt, dies war aus zeitlichen Gründen aber nicht möglich. Also habe ich mich auf den Weg nach Zfat gemacht, ein Künstlerdorf im Norden Israels. Durch Zfat sollte laut der Juden auch der Messias auf seinem Weg nach Jerusalem durchkommen.
Nach dem wir in Zfat waren sind wir zu einer der Jordanquellen gefahren.
Der Tag war auch von dem Wetter her sehr angenehm, deswegen hatte man eine sehr gute Aussicht und auch die Gruppenstimmung war gut. Nach und nach haben die Schüler angefangen mir Fragen über meine Arbeit zu stellen, über die Zeit, die ich hier in Israel schon verbracht habe und was ich zu bestimmten Themen denken würde, wie zum Beispiel das Zusammenleben zwischen Juden und Arabern.
| Berg Hermon |
| syrische Grenze |
| Tabgha |
Das hat mir das erste Mal gezeigt wie nah doch mein Wohnort von Syrien entfernt ist. Ein mulmiges Gefühl war es schon, gerade wenn man bedenkt, dass in Israels Nachbarland die Atmosphäre sehr gereizt und angespannt ist.
Am Abend sind wir zurück nach Tabgha gefahren. Dort haben wir zu Abend gegessen und eine schöne Abschlussrunde gehalten. Ich habe mein Projekt, meine Arbeit und mein Leben in Israel vorgestellt und versucht dazustellen, weshalb ich den Ort hier mag.
Jeder sollte dann der Reihe nach sagen, was ihm gefallen hat und was er sich für die nächsten Tage wünscht. Ich saß anschließend noch mit den Lehrern draußen und habe mich über die Zeiten in der Schule unterhalten, das Abi, mein Jahr, habe gehört was sich so bei uns verändert hat und bin müde ins Bett gefallen.
Am nächsten Tag war ich früh wieder zu Hause und wurde von Sonne empfangen. Ich hatte Zeit zur Post zu gehen, ein paar Mails zu schreiben und zu entspannen.
Ein wunderschöner Tag.
Eure Maité
