Halli hallo
ich komme gerade von meinem Kurzurlaub in Nablus zurück und kann nun weiter meine Berichte schreiben.
Am 24.12. sind alle Volontäre nach Jerusalem gefahren um dort gemeinsam Weihnachten zu feiern. Am 25. hatten alle frei, aus diesem Grund konnten wir die Zeit sehr genießen.
Wir sind getrennt losgefahren, einige mit dem Auto, einige mit dem Bus. Wir haben uns in Jerusalem in einem kleinen Café getroffen, sind dann zusammen losmarschiert, um andere Vollis aus der Stadt zu treffen.
Das Essen war kein typisch deutsches oder französisches Weihnachtsessen, dennoch sehr lecker.
Vor dem Essen hatten ein paar von uns die Karten für den Gottesdienst in der Erlöserkirche geholt, sodass wir ohne anzustehen nach dem Abendessen direkt in der Erlöserkirche Platz nehmen konnten.
Die Weihnachtsgeschichte in der evangelischen Kirche wurde in verschiedenen Sprachen gehalten, so zum Beispiel in Deutsch, Französisch, Arabisch und Hebräisch. Nach dem mit Kerzenlichtern erhellten Gottesdienst, sind wir mit einer größeren Gruppe deutscher Volontären nach Bethlehem gelaufen.
Ein Weg an der Straße entlang, 2 1/2 bis 3 Stunden, brachte uns zum Checkpoint. Wir wussten nicht wie es gerade an Weihnachten ablaufen würde, somit waren wir etwas nervös und die weihnachtliche Stimmung war etwas gebrochen, gerade als wir auch wieder entlang der Mauer laufen mussten, bevor das letzte Stück Richtung Ziel beginnen konnte.
Aber in Bethlehem selbst waren die Straßen geschmückt, erleuchtet von Sternen und einem großen Tannenbaum. Die Andacht in der Geburtskirche war leider etwas kürzer als erhofft und wir sind dann mit Taxen zurück zum Checkpoint und von dort aus ganz müde zur CBS Central Bus Station in Jerusalem gefahren.
Da es noch nicht 7 Uhr war mussten wir in der Kälte vor dem Eingang zitternd warten, konnten dann endlich rein und nach einem heißen Kakao den Weg nach Hause antreten.
Zu Hause haben wir erst einmal lange geschlafen und dann zusammen bei Kaffee und Keksen die Geschenke aus Deutschland ausgepackt.
Es war ein tolles Weihnachten. Man musste sich auf etwas Neues einstellen und das hat die ganze Reise auch so wertvoll und einmalig gemacht.
Wer erlebt schon Weihnachten in Israel und dann auch noch in Bethlehem????
So nun zu etwas anderem. Ein paar Tage später kam noch Silvester dazu.
Einige von uns hatten den 1. andere den 2.1. frei.
Roman, Theres, Milena und ich sind schon am 31. früh losgefahren um ein wenig den Tag genießen zu können.
Wir sind mit dem Bus nach Tel Aviv und von dort aus erst einmal Richtung Hostel von Milena gelaufen.
Sie hat ihre Sachen abgelegt und wir sind weiter nach Jaffa gegangen. Wir lagen am Wasser, haben ein bisschen was gegessen bevor die anderen dazugekommen sind.
Die Silvesterfeier war nicht so wie wir es uns vorgestellt haben. Eine große Stadt, keiner hatte über den Ablauf des Abends nachgedacht und es war alles etwas hektisch.
Mit ein paar anderen Freiwilligen haben wir auf dem Dach unseres Hostels angestoßen, Fotos gemacht und das doch überraschende kleine Feuerwerk genossen.
Dann ging es weiter durch die Straßen von Tel Aviv auf der Suche nach Bars, Clubs oder anderen Orten zum Feiern.
Wir haben uns letztendlich aufgeteilt und auch im Florentinviertel, wo es mich mit ein paar anderen hinzog, konnten wir keine Bar betreten: Erst ab 25!!!
So sind wir durch die Straßen Jaffo's gelaufen und sind gegen vier Uhr morgens ins Bett gegangen.
Am nächsten Tag sind Roman, Theres und ich durch Jaffo geschlendert, haben uns ein paar Läden angeschaut und sind durch Zufall in einen Laden gelangt, der von einem französischen Künstler gehalten wird.
Wir sind am Abend zurückgekehrt und waren ziemlich glücklich aber auch sehr sehr müde.
So das war unser Weihnachtsfest,
Danke an alle, die an mich gedacht haben in der Weihnachtszeit!
Mir geht es sehr gut und ich freue mich über jeden weiteren Tag, den ich in meinem Projekt verbringen darf!
Eure Maité