Hallo meine Lieben,
ich habe einiges aufzuholen und fange am Besten mit Hanukka an. Vor einem knappen Monat war Hanukka auch das Lichterfest genannt. Es dauert insgesamt acht Tage und soll an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels erinnern. Während Hanukka wird jeden Abend ein neues der neun Lichter auf der Menora (dem siebenarmigen/neunarmiger Leuchter) angezündet.
Der Geschichte nach, sollte das Licht im Tempel immer brennen. Man fand aber nur einen Krug voll Öl, für genau einen Tag. Man würde aber genau acht weitere Tage brauchen, um neues Öl herzustellen. Wie durch ein Wunder hielt das Licht acht Tage an.
Auf dem Leuchter sind oft neun Lichter vorzufinden. Das mittlere Licht brennt immer zuerst. Als Diener soll es die anderen Kerzen anzünden.
An Hanukka hatten wir verschiedenste Aktivitäten. Einige Volontäre konnten unsere Member bei Ausflügen in den Zirkus begleiten. Und Gerade mit der Kfar-Band waren wir in dieser Woche sehr viel unterwegs. Die erste Station war ein Auftritt im Kfar selbst. Eine große Party. Wir hatten zuvor zwei Stücke mit dem Memberchor ein geprobt. Somit, nach viel Aufregung haben wir es geschafft aufzutreten.
Alle Member waren in der Chadar Ochel versammelt.
Nach ein paar einleitenden Worten von verschiedensten Personen, wurde gesungen, wir haben Musik gespielt, unsere Workshopleiter haben ein Stück aufgeführt. Wir sollten mit den israelischen Volonärinnen etwas einstudieren (was wir am Abend vorher gemacht hatten ;-) ) Die Menora wurde von acht verschiedenen Leuten angezündet: einer Freiwilligen, einer Sozialarbeiterin,...!
Den Membern hat es viel Spaß gemacht. Am Ende durften alle tanzen und wir als Freiwillige haben uns natürlich auch sehr gefreut dabei sein zu dürfen.
Das war noch nicht alles.
Ein HaShofet war mit dem Memberchor das nächste Ziel. Ein Kibbuz, wie man es sich heute noch vorstellt. Eine Chadar Ochel, ein Speisesaal, in dem sich alle versammeln. Die Häuser stehen nebeneinander, sind klein und einfach. Ein großer Spielplatz, Grundschule und Kindergarten stehen in dem Kibbuz. Es werden dort über 200 Kühe gehalten, eigene Milch produziert.
Für uns war es sehr anders an diesem Ort zu sein, aber man hatte ein seltsames Gefühl der Zugehörigkeit und man hat sich sofort wohlgefühlt. Diese Art des Lebens kennen wir nicht aber es war interessant hineinschnuppern zu dürfen.
Unsere Musikeinlage kam gut an und neben den Sufganiot (Wie Berliner) als süße Nachspeise hatten wir einen wunderschönen anstrengenden Abend.
Unser letzter Auftritt war in Mizra, einem Kibbuz zwischen Afula und Nazareth. Es ist eines der ältesten Kibbuzim in Israel. Dort haben wir erneut mit dem Memberchor etwas aufgeführt. Es waren nur ältere Leute versammelt, wie im Kfar und in HaShofet, das Programm glich sich. Die Menora wurde angezündet und es gab viel Musik.
Hanukka, ein kleiner Ersatz für unser Weihnachten? Vielleicht. Wir hatten einen Adventskranz gebastelt, damit etwas weihnachtliches Feeling aufkommt. Aber der Ausflug ins weiße Jerusalem war nicht zu ersetzten. Weihnachtlicher hätte es nicht sein können. Aber diese Geschichte kennt ihr ja schon!
So das wars,
das nächste Mal gibt es etwas über Weihnachten und Silvester zu hören =)
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